Airbrush

Airbrush… die Kunst mit dem „Luftpinsel“.

Anfang der 70er schwabbte die Technik realitätsnahe Ilustrationen mit dem Luftpinsel – oder einfach gesagt mit der Spritzpistole – zu erstellen auf den europäischen Kontinent.  Deutschland war da allerdings noch nicht beteiligt. Man fand zwar an den großen Bahnhofskiosken einige wenige amerikanische Zeitschriften die diese Technik zeigten.  Um mehr Interesse zu befriedigen musste man dann nach Holland fahren. Eindhoven, Venloe oder Amsterdam waren lohnenswerte Ziele. Aber das war auch weit weg und ohne Auto kaum zu schaffen (zumindest damals).
Na ja, vom Taschengeld hatte ich mir ein amerikanisches Automagazin  gekauft in dem sich jede Menge Werbung zu Spritzpistolen und Farben befand. Irgend wann im Sommer bestellte ich mir eine kleine Spritzpistole, Grundierung, Verdünner und einige lasierende Farben in USA.  Ganze 8 Wochen später wurde das Paket geliefert und ich war um einige hundert DM leichter.
Dafür eröffnete sich ein völlig neues Betätigungsfeld… die Arbeit mit lasierenden Farben. Lasierende Farben enthalten keine Farbpigmente und sind daher transparente Farben. Man muss sich das so vorstellen… Ein roter Farbton wird auf eine weis grundierte Fläche mit der Spritzpistole aufgetragen. Möchte man nun den Farbton kräftiger oder dunkler dann legt man weitere Farbschichten über den ersten Farbauftrag. So lassen sich unwahrscheinlich feine Farbnuancen erstellen – beinah realitätsnah wie in der Natur.

In meinem Freundes und Bekanntenkreis hatte sich das schnell herum gesprochen und ich bekam viel zu tun.  Irgendwann kam der erste Auftrag für einen Teeladen in Siegburg.  Logo, und Ladenschild für über das Schaufenster sollten es werden. Möglichst ausgefallen und möglichst auffällig. Mit der Airbrush Technik kein Problem. Danach ging alles Schlag auf Schlag… Erlaubnis vom Arbeitgeber eingeholt und ein Gewerbe angemeldet damit es keine Probleme gibt. 
Nebenbei selbstständig, den Beruf tagsüber und am Abend Aufträge abarbeiten. Das geht mit der Zeit an die Substanz.
Ich habe die Nebentätigkeit nach kanpp 4 Jahren wieder aufgegeben.
Kostendeckend zu arbeiten ist sicherlich nicht verkehrt aber es ist ein erheblicher Druck mit dem man klarkommen muss. Ich hatte mir das etwas anders vorgestellt und hab dann nur noch aus Spass an der Freude Airbrush Bilder erstellt. Motorhauben, Motorradtanks, und auch mein alter Opel GT wurden so zu einem echten Einzelstück.

Mit den Jahren änderte sich das „Spielfeld“ für den Airbrushbereich.
Komputer Grafik bekannt durch Photoshop und Corel Draw machten das erstellen von Ilustrationen und Fotorealistischen Bildern relativ einfach.  Ein Motiv in Farbe für die Motorhaube wird nun auf Lackfolie ausgedruckt und auf die Motorhaube aufgezogen. Der Druck ist bis zu 6 Jahre Lichtecht und kann mit einem Haarföhn wieder abgezogen werden.  Kosten für einen Druck auf Lackfolie ca. 100,- €.  Ein entsprechendes Airbrush Kunstwerk kostet locker ein Vielfaches. 

Bis heute habe ich neben der Komputer Grafik das Airbrush Hobby nie ganz aus den Augen verloren. 
Leider habe ich aus meiner Airbrush Zeit nur eine Foto Dokumentation und ein paar Fotos von meinem Einzelstück dem Opel GT.  Die folgenden Fotos zeigen diese „Überbleibsel“.

 

Aus einem Hobby wurde schell

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