Der Tauchkurs – was kommt da auf mich zu ?

Theorie und Praxis, dies wird der Tauchschüler einsehen, sind unumgänglich. Aber jeder Interessent stellt sich auch die Frage „Was kommt da auf mich zu?“ oder „Kann ich die Anforderungen erfüllen ?“   Und „Bin ich sportlich genug für den Tauchsport ?“.

Vor dem Start des Tauchkurses wird vom Tauchschüler erwartet, dass eine ärztliche Bescheinigung vorliegt, in der ein Arzt bestätigt, dass die Person (der Tauchschüler) für den Tauchsport mit und ohne Atemgerät geeignet ist und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Teilnahme an einem Tauchkurs ausschließen.

Die Anforderungen sind auf Beginner-Niveau und mit etwas Disziplin entsprechend leicht zu erfüllen.

Das Gerätetauchen, um das erhielt geht, wird auch oft als „Sporttauchen“ bezeichnet. Jedoch sei hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Gerätetauchen auch von „normalen“ Menschen ausgeübt werden kann – man muss kein Sportler sein, um den Tauchsport auszuüben. Schließlich möchte nicht jeder unter Wasser möglichst schnell von A nach B. Ein geringes Maß an Kondition ist aber erforderlich!

Für viele bedeutet Tauchen = Natur genießen. Was man unter „Natur genießen“ verstehen darf, möchte ich kurz unter dem Titel „Tauchen – eine Natur-Sportart“ erläutern.

Nun aber etwas konkretere Informationen für den Weg zum Tauchschein. Der weltweit anerkannte tauchausbildungs Anbieter ist PADI (Professional Acoziation of Diving Instruktors ) Die Kursinhalte sind klar gegliedert und lassen sich anhand der Lehrbücher oder, wenn gewünscht auch online, nachvollziehen bzw. bearbeiten.  Der Kurs ist in sogenannte Lektionen aufgeteilt, dass sind in sich geschlossene Lern-Einheiten, die ein bestimmtes Wissen oder eine bestimmte Fertigkeit vermitteln. Lektionen bzw. Wissen und Fertigkeiten werden in Prüfungen abgefragt und bewertet.

Vergessen Sie bitte Ihre Erinnerung an Schulprüfungen oder Ähnliches. Schließlich soll Ihr neues Hobby ja nicht gleich von Stress begleitet starten.  Für alle Fragen rund um die Ausbildung stehen Instruktor und Divemaster gerne Rede und Antwort. Sollte es einmal nicht so klappen oder ist man unsicher dann sollte man nachfragen. Die Zeit während des Tauchkurses ist die Zeit um sich bei ausgebildeten Fachleuten zu informieren und gewünschte Kursinhalte vielleicht noch einmal erläutert zu bekommen.

Folgende Übungen werden nach eingehender Schulung abgefragt: 

  • Umgang mit der Tauchtabelle
  • Handzeichen unter Wasser
  • Montage und Demontage der Tauchausrüstung
  • Erste Tauchübungen an der Oberfläche und unter Wasser
  • Einstieg und Ausstieg ins bzw. aus dem Wasser
  • Wechsel zwischen Schnorchel und Atemregler
  • Maske fluten  und ausblasen
  • Tauchen ohne Maske (Simulation Maske verloren)
  • Tarierübungen
  • Alternative Luftversorgung
  • Wechselatmung mit dem Tauchpartner
  • Tauchgerät unter Wasser ab- und anlegen

Nun ist es an der Zeit, den Tauchschülern das Tauchen im Freigewässer zu zeigen. Die im Hallenbad geübten Fertigkeiten werden nun im Baggersee oder dem Vereinsgewässer weiter verfeinert und abgefragt. Viele Übungen werden hier noch perfektioniert und geübt.

  • Kontrolliertes Abtauchen
  • Neutrale Tarierung
  • Teilgeflutete Maske ausblasen
  • Partnerübung: Alternative LuftversorgungWechselatmung
  • Vollgelaufene Maske ausblasen
  • Aufstieg mit alternativer LuftversorgungWechselatmung
  • Wechsel Automat/Schnorchel an der Oberfläche
  • Natürliche Navigation
  • Gerätepflege und Wartung, Tauchtabellen und Logbuch

Ok, zugegebenermaßen ließt sich das als sehr umfangreich und anspruchsvoll. Die Erfahrung zeigt aber, dass in der Ausbildung die geforderten Inhalte spielerisch gelernt werden und nach geraumer Zeit sehr Sucher von den Tauchschülern präsentiert werden.

Der Tauchkurs macht keinen perfekten Taucher – vielmehr machen die nachfolgenden Tauchgänge aus einem Anfänger einen sicheren und verantwortungsvollen Taucher. Erst die weitere Ausbildung durch Folgeseminaren und Kurse befähigt den Taucher dazu, eigenständig Tauchgänge zu planen, durchzuführen und Taucher mit wenig Erfahrung mitzunehmen bzw. Tauchgänge zu führen.

Nur wer sich bewusst ist, welche Verantwortung Er gegenüber weniger erfahrenen Tauchern hat, kann erkennen, wo Schwachstellen sind und wo die Grenzen für die mitgenommenen Tauchpartener sind.

In der Ausbildung wird immer wieder darauf hingewiesen, dass der Tauchsport eine der sichersten Sportarten überhaupt ist – wenn einige wenige, aber grundsätzliche Vorgaben eingehalten werden.

Daher nochmal: Es ist wichtig, dass der Tauchschüler die Grundlagen der Tauchausbildung sowohl Praxis als auch die Theorie versteht und umsetzen kann. Zurückhaltung, Angst, Gruppenzwang usw. führen nicht zu Ziel.  

Wer etwas nicht verstanden hat, muss zu seiner eigenen Sicherheit nachfragen – dafür sind die Instruktoren/Ausbilder da und stehen Rede und Antwort.  Es wird allerdings erwartet das die Tauchschüler mitmachen.

Eine gute Tauchausbildung kann man nicht vorschreiben. Es ist vielmehr der Instruktor/Ausbilder der seinen Beruf lebt und liebt und dies weitergeben möchte. Es wird nicht einfach ein Zertifikat ausgegeben. Der Tauchschein z. B. „PADI Open Water Diver“ wird nur ausgestellt wenn der Tauchschüler die entsprechenden abgelegt hat und in der Lage ist, einen Tauchgang unter Begleitung eines erfahrenen Tauchers sicher zu absolvieren.

Die weitere „Tauchkarriere“ obliegt der Verantwortung des jeweiligen Tauchers. Hierzu bieten die Tauchverbände weitere Entwicklungsmöglichkeiten in Form von Kursen und Seminaren.

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