Tauchen in heimischen Gewässern

Wer hier in NRW Tauchen möchte findet eine nicht unerhebliche Anzahl an natürlichen oder renaturierten Gewässern vor.
Fast alle Gewässer sind in der Hand von Angelvereinen und Clubs.
Es gibt allerdings auch einige Seeen die für den Wassersport zugänglich sind. Bei einigen Seeen muss man sich vorab bei der zuständigen Stadt eine
Erlaubnis holen die auch kostenpflichtig sein kann.
Dann gibt es Seeen an denen man eine Tageskarte kaufen kann.
Eine weitere Möglichkeit ist der Tauchverein. Viele Vereine haben den Zugang zu einem See und einen Teil des See gepachtet um den Mitgliedern das Tauchen zu ermöglichen. Der Tauchverein ist auch die erste Adresse für den Anfänger. Die meißten Vereine bieten auch eine Tauchausbildung an die nach unterschiedlichen Richtlinien der verschiedenen Verbände gemacht werden kann. Ein großer Vorteil im Verein ist, dass man sich als Anfänger das nötige oder evtl. noch fehlende Equipment im Verein ausleihen kann.

Das wichtigste für das Tauchen in unseren Seeen ist der Kälteschutz. Neben der ABC- Ausrüstung ist der Kälteschutz (Neopren Anzug) das Ausrüstungsteil welches als erstes angeschafft werden sollte.

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Nicht immer ist die Sicht im Baggersee sooo toll wie wir es uns wünschen. Daher ist Licht in Form einer eigenen Tauchlampe ein wichtiges Ausrüstungsteil.
Baggerseen haben selten einen durchgehenden Kiesgrund. Wenn es so wäre, dann wäre die Sicht unter Wasser wesentlich klarer.
Meist setzt sich nach beenden der Auskiesung und Renaturierung der Uferbereiche das Sediment ab welches beim Ausgießen unweigerlich aufgewirbelt wird. Es dauert sehr lange bis sich diese Schwebteilchen abgesetzt haben. In den Uferbereichen findet sich oft Laub am Grund welches gerne von Muscheln (Zebramuscheln) aufgesucht wird.
Wenn nicht die Tiere/Fische im Grund wühlen und den See eintrüben so sorgen unachtsame Taucher dafür das Flossanschläge Sediment aufwirbeln und das Wasser für ein paar Tage eintrüben.
Tarieren ist also eine Fertigkeit die nicht nur der eigenen Sicherheit nutzt sondern auch dem Tauchgewässer.

 

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Die Uferbereiche sind die Bereiche die das ganze Jahr über genügend Licht abbekommen so dass sich eine üppige Pflanzenwelt entwickeln kann. Der Artenreichtum wird von der Wasserqualität bestimmt. Wobei die Baggerseen zumeist Grundwasser gespeist sind und daher mit den Jahreszeiten für unterschiedliche Wasserstände im See als auch unterschiedliche Wasserqualitäten im See sorgen.
Taucht man über viele Jahre in einem solchen Baggersee, dann wird man diese feinen Unterschiede zu sehen bekommen. Oftmals macht sich das an der Farbe des Wassers und am Aufkommen und Gedeihen von bestimmten Pflanzen bemerkbar.

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Von hell blau bis hell grün sind alle Farbnuancen möglich

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Besonders schöne Fotos kann man im Uferbereich machen. Dort wo viel Licht ist gedeihen die Pflanzen und bieten den Jungfischen sicheren Unterschlupf.

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Wie man sehen kann lohnt sich die Mitgliedschaft in einem Verein mit Zugang zu einem Baggersee.
Hier bietet sich die Möglichkeit einzutauchen in eine andere Welt wortwörtlich :o)

© D. Brühl

 

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